Flossenformen

Halfmoon (Superdelta, Delta, Roundtail, Overhalfmoon “Rosetail”, “Feathertail”)

Als Halfmoon (HM) (longfin) werden Kampffische bezeichnet, die gleichmässige, lange Flossen haben. Die Schwanzflosse muss bei Halfmoons eine Spreizung von 180 ° aufweisen und hat somit Ähnlichkeit mit der Form eines Halbmondes. Daher stammt die Bezeichnung Halfmoon.

 

Roundtail, Delta, Superdelta, Overhalfmoon, Rosetail, sowie Feathertail sind alles Abwandlungen oder Vorreiter des standardmässigen Halfmoons.

 

Ein Delta hat eine Spreizung von weniger als 165 °.

 

Ein Superdelta (SD) hat eine Spreizung von 165-179 °.

 

Ein Overhalfmoon (OHM) hat eine Spreizung von mehr als 180°.

 

Bei einem Rosetail Betta teilen sich die einzelnen Flossenstrahlen in der Schwanzflosse viel häufiger als normalerweise, was zu übermässigem Flossenvolumen führt, welches nicht vollkommen aufgespreizt werden kann, was wiederum zu einem gerüschten Erscheinungsbild führt. Dieses extra Flossenvolumen kann im Extremfall zu überaus schweren Flossen führen, welche mit zunehmendem Alter für den Kampffisch sehr hinderlich werden kann. Rosetail kann auch bei kurzflossigen Fischen vorkommen, allerdings ist dies weitaus seltener und ist dort meistens mit anderen Degenerationen verbunden. Mehr dazu unter Plakat.

 

Ein Feathertail ist eine spezielle Abwandlung des Halfmoon, bzw. Rosetail Betta. Hierbei ist die Flossenhaut zwischen den Hauptflossenstrahlen rückgebildet, jedoch nicht zwischen den sekundären und weiteren Strahlen. Dies führt zu einem gefiederten Erscheinungsbild, da sich die Hauptflossenstrahlen weiterhin mehrmals teilen und wie einzelne Federn aussehen. Viele Züchter halten diese Flossenform, wie auch Rosetails, für eine Degeneration und daher nicht wünschenswert in der Zucht. Allerdings sind die Flossen von Feathertails wesentlich weniger «schwer» als bei einem normalen Halfmoon oder Rosetail und entsprechend auf lange Sicht sogar weniger beeinträchtigend für den Fisch.

Doubletail (DTHM, DTPK, “Fullmoon”)

Als Doubletail (DT) werden Kampffische bezeichnet, die eine zweigeteilte Schwanzflosse aufwei-
sen. Diese Eigenschaft kann bei allen anderen Flossenformen auftreten. Die üblichsten sind Dou-
bletail Halfmoons sowie Doubletail Plakats. Dies sind auch die einzigen zwei Formen, welche an

Ausstellungen standardmässig ihre eigenen Klassen haben. Doubletails weisen zusätzlich zur geteilten

Schwanzflosse auch eine wesentlich breitere Rückenflosse auf als alle anderen Flossen-
formen. Diese Verbreiterung wird durch eine wesentlich höhere Anzahl an Rückenflossenstrahlen

erzeugt.

Ein Doubletail Halfmoon (DTHM), in Asien oft auch als «Fullmoon» bezeichnet, ist ein langflossiger
Doubletail mit vollen Flossen.

Ein Doubletail Plakat (DTPK) ist ein kurzflossiger Doubletail. Im IBC Standard sind zwei verschie-
dene DTPK Rassen beschrieben.

Auch Crowntails gibt es als Doubletail, sowohl langflossig (DTCT) als auch kurzflossig (DTCTPK).

Diese tauchen allerdings äusserst selten auf und werden üblicherweise auch nicht gezielt gezüchtet.

Genauso ist es mit Veiltails. DTVT kommen ähnlich selten vor wie DTCT.

Crowntail (CT, CTPK, CTDT, CTDTPK, Halfsun, Combtail)

Als Crowntail wird ein Kampffisch bezeichnet, welcher eine idealerweise zur Hälfte reduzierte

Flossenhaut aufweist. Diese flossenform gibt es sowohl als langflossige Variante, Crowntail (long-
fin) (CT), sowie als kurzflossige Variante, Crowntail Plakat (CTPK). Männchen müssen eine Flossenhautreduktion von mindestens 33%, Weibchen mindestens 25%, aufweisen.

Wie unter Doubletail aufgeführt, gibt es beide Varianten auch als Doubletail Variation mit einer
zweigeteilten Schwanzflosse und verbreiterten Rückenflosse.

Als Halfsun wird eine Mischung zwischen Halfmoon und Crowntail bezeichnet. Diese Fische haben normalerweise eine weniger stark reduzierte Flossenhaut und mehrfach geteilte Flossenstrahlen. Diese Fische sollten wie auch der Halfmoon eine 180 ° Spreizung der Schwanzflosse aufweisen.

Ein Halfsun ist immer auch ein Combtail, aber ein Combtail ist nicht immer ein Halfsun. Als Comb-
tail wird jeder Fisch bezeichnet, der eine leichte Reduktion der Flossenhaut hat von bis zu 32%

bei Männchen, bzw. 25% bei Weibchen. Auch Fische mit nur einfach geteilten Flossenstrahlen
und einer Spreizung von weniger als 180 ° können Combtails sein.


Bei CT wird anhand der Anzahl Teilungen der Hauptflossenstrahlen zwischen Double-Ray (DR)
und Double-Double-Ray unterschieden. Wie der Name vermuten lässt, weist ein DR doppelte
Flossenstrahlen auf, also teilt sich der Hauptflossenstrahl nur einmal. Bei einem DDR teilt er sich
zweimal, also wird aus einem Hauptflossenstrahl 4 am Ende der Schwanzflosse. Der Standard
präferiert keine der zwei Varianten, wichtig ist einfach, dass sich alle Strahlen gleichmässig teilen
und nicht einige in 2 und andere 4 Spitzen enden.

Von Balloon oder Ballooning spricht man, wenn sich zwischen den Flossenstrahlen kleine Säckchen formen durch übermässige Flossenhaut. Diese sehen ähnlich aus wie kleine Ballone, daher

auch die Bezeichnung. Meist bilden sich diese mit zunehmendem Alter und sind bei jungen Tieren
noch nicht ersichtlich.


Als Balok werden Fische bezeichnet, die DR sind, jedoch nach der Teilung der Flossenstrahlen
nochmals idealerweise 50% Flossenhaut aufweisen. Dies führt zu einer abgestuften Erscheinung.
Heutzutage sind die meisten DR CTs Balok.

V-Ray CT sind DR CT, bei denen sich die zwei Flossenstrahlen wie der Buchstabe V spreizen. Ist

die Spreizung so breit, dass sie sich mit den Nachbarstrahlen überkreuzen, spricht man von einem Crossray. Bei einer noch extremeren Spreizung und Strahlen, die lang genug sind, um zwei

andere Strahlen zu kreuzen, wird von einem King Crowntail gesprochen.

Plakat (Traditional, Spadetail, Show, Shortfin HM, “Rosetail”)

Veiltail (VTCT, VTDT)

Extended Pectoral “Dumbo” (Halfmoon, Plakat)

Giant

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